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Warnlampe im Bordcomputer bei indirektem RDKS

RDKS – Reifendruckkontrollsystem

RDKS – was bedeutet das?

RDKS – das haben Sie sicherlich schon mal irgendwo gehört, doch was bedeutet das eigentlich genau? Ein RDKS bedeutet ausgeschrieben ReifenDruckKontrollSystem. Wie der Name vermuten lässt kontrolliert das RDKS den Reifendruck. Beim direkt messenden System ist am Ventil ein Sensor angebracht. Dieser sendet den Luftdruck an ein Kontrollgerät im Fahrzeug. Beim indirekt messenden System wird der ABS Sensor genutzt. Hat das Rad weniger Luft, wird der Durchmesser geringer, es dreht sich schneller. Im Falle eines Druckverlustes im Reifen warnt Sie das RDKS automatisch auf dem Display Ihres Fahrzeuges. Klingt erst mal gut, oder? Doch ein Reifendruckkontrollsystem bringt Vor- wie Nachteile mit sich. Welche das sind und ob Ihr Auto ein RDKS verbaut hat erfahren Sie hier.


RDKS Pflicht – was steckt dahinter?

Ein elektronisches Reifendruckkontrollsystem ist Pflicht für alle Neuwagen der Klasse M1 (PKW, Wohnmobile) und M1G (geländegängige Fahrzeuge zur Personenbeförderung), das schreibt die EU seit dem 01.11.2014 vor. Diese EU-Verordnung regelt auch die genauen Vorgaben an ein RDKS. Zum Beispiel muss das RDKS den Druckverlust in einem einzelnen Reifen aber auch in allen vier Reifen messen und entsprechend warnen. Zwischen 40km/h und der Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeuges muss das RDKS ohne Probleme laufen.


Muss ich das RDKS nachrüsten, wenn ich keines verbaut habe?

Wir können Sie beruhigen, nein, das nachrüsten eines Reifendruckkontrollsystems bei älteren Fahrzeugen ist nicht notwendig. Für Fahrzeuge mit einem älteren Baujahr, ist ein RDKS keine Pflicht.
Dennoch bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie ein RDKS nachrüsten lassen oder nicht.


Vorteile und Nachteile eines Reifendruckkontrollsystems

Vorteile RDKS
Nachteile RDKS
Mehr Sicherheit (unter anderem kürzere Bremswege, Kurvenstabilität, etc.)
Erhöhte Kosten bei direktem RDKS bei Anschaffung der Reifen und Montage
Geringerer Spritverbrauch
Nachrüstung aufwändig und teuer
Geringerer Reifenverschleiß
Reifenmontage aufwändiger
Weniger CO²-Ausstoß
Luftdruck muss nicht manuell gemessen werden

Funktionsweise (direkt/indirekt)

Bei der automatischen Reifendruckmessung gibt es zwei Techniken, die sich erheblich voneinander unterscheiden – es gibt direkte Reifendruckkontrollsysteme und indirekte Reifendruckkontrollsysteme:

RDKS direkt

  • Es gibt einen Sensor pro Reifen, der meist am Ventil liegt
  • Die Messwerte werden exakt für jeden Reifen am Bordcomputer des Fahrzeugs angezeigt
  • Daher entfällt die manuelle Druckkontrolle des Reifens

RDKS indirekt

  • Der ABS-Sensor wird dafür genutzt
  • Die Messung weist lediglich auf einen zu geringen Luftdruck hin
  • Daher ist eine manuelle Kontrolle des Reifendrucks erforderlich

Welches RDKS hat mein Auto?

Ob bzw. welches Reifendruckkontrollsystem an Ihrem Fahrzeug verbaut wurde, können Sie ganz einfach prüfen: Wenn Ihnen auf dem Bordcomputer Ihres Fahrzeugs der genaue Luftdruck für jeden Reifen angezeigt wird, haben Sie ein direktes RDKS. Ein indirektes System hingegen hat nur eine Warnleuchte ohne genaue Messwerte. Genauere Infos erhalten Sie auch in Ihrem Fahrzeughandbuch. Wenn Sie sich nicht sicher sind welches RDKS in Ihrem Auto verbaut wurde, können Sie auch einfach zu Ihrer nächsten First Stop-Filiale fahren – unsere Experten können Ihnen ganz genau sagen, welcher und ob überhaupt ein Reifendrucksensor vorhanden ist.


Reifen mit Reifendrucksensor wechseln

Beim Reifenwechsel mit direktem RDKS muss zusätzlich zum eigentlichen Reifenwechsel einiges beachtet werden. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn die RDKS-Sensoren dürfen nicht beschädigt werden – außerdem sollte bei jedem Wechsel das Ventil gewartet und das System auf eine einwandfreie Funktionsfähigkeit geprüft werden. Denn: nur ein voll funktionsfähiges RDKS kommt ohne Beanstandung durch die Hauptuntersuchung und bietet Ihnen die nötige Sicherheit.

Aufgrund der Empfindlichkeit und der technischen Komplexität raten wir Ihnen in jedem Fall für den Reifenwechsel eine Fachwerkstatt aufzusuchen – unsere Experten von First Stop verfügen über das nötige Fachwissen und beraten Sie gerne!


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