Sie sollen mehr Sicherheit auf die Straßen bringen, die sogenannten luftlosen Reifen, die ohne Luftfüllung auskommen. Jeder Autofahrer ist sich der Gefahr bewußt, die ein geplatzter Reifen mit sich bringt. Michelin war bereits im Jahr 2005 Vorreiter auf diesem Gebiet. Seitdem wurde des um den luftlosen Reifen wieder stiller, bis im August Yokohama ebenfalls einen luftlosen Reifen vorstellte und nun, ganz aktuell, auch Bridgestone.
Michelin Tweel
Wie aus dem Namen "Tweel" (Kofferwort aus den beiden Bestandteilen Tyre (Reifen) und Wheel (Rad)) bereits hervorgeht, handelt es sich um eine Rad-Reifen-Kombination (d. h. eine separate Felge wird nicht mehr benötigt). Die Konstruktion, die ursprünglich für den EM-Einsatz konzipiert wurde, basiert auf flexiblen Speichen, die die Lauffläche mit einer bereits integrierten Felge verbinden. So wird das Fahrzeuggewicht ganz ohne Luftdruck getragen und Unebenheiten abgefedert. In pucto Belastbarkeit und Komfort bestehen keine Unterschiede zu einem gewöhnlichen Luftreifen, Tweel kann jedoch mit mehr Stabilität während der Fahrt sowie einer erhöhten Widerstandsfähigkeit aufwarten. Durch den fehlenden Luftdruck ist er schließlich auch pannensicher und wartungsfrei. Allerdings hörte man zuletzt 2009 vom Tweel, als Michelin ein NASA-Mondfahrzeug mit den Reifen ausgerüstet wurde.
Bildquelle: Michelin
Yokohama Youmyaku
In diesem Sommer präsentierte Yokohama erstmals seinen luftlosen Reifen "Youmyaku" (zusammengesetztes Wort aus den beiden Bestandteilen Yôu (Blätter) und Myaku (Puls)). Auch hier spricht der Name für sich: Das Konzept ist vor allem durch diverse Formen und Phänomene aus der Natur inspiriert worden. Die Lauffläche und der Wulst sind sind durch mehrere Lamellen miteinander verbunden. Der große Unterschied zu Michelin liegt darin, dass die Lauffläche vom Youmyaku ausschließlich duch die Lamellen gehalten wird und somit auf eine konventionelle Felge gezogen werden kann. Der Tweel hingegen wird von einem festen Radkern gehalten, der direkt (also ohne Felge) auf das Fahrzeug montiert wird. Zudem hat es Yokohama geschafft, das Fahrverhalten bei Nässe zu revolutionieren: Beim Fahren auf einer nassen Straße wird das Wasser nicht nur zur Seite verdrängt, sondern zusätzlich durch die Lauffläche hindurch in Richtung Radmitte.
Bildquelle: YouTube
Bridgestone

Vor ein paar Tagen präsentierte dann auch Bridgestone den ersten luftlosen Reifen. Ein Name für das Konzept ist noch nicht bekannt. Stabilität und Stoßdämpfung erhält der Reifen durch viele filigrane Lamellen aus wiederverwendbarem Thermoplast*, die auf beiden Seite des Reifens gegenläufig jeweils im 45 Grad Winkel angeordnet sind. Durch diese spezielle Anordnung sollen höhere Stabilität, Festigkeit und Flexibiltät erreicht werden. Auch ökologisch wertvoll zeigt sich die Entwicklung von Bridgestone, denn der Reifen soll vollständig recycelbar sein. Vorgestellt wurde der Reifen in kleinen 9 Zoll - auf einem Elektroroller.
Bildquelle: Bridgestone
* Synthetisches Harz, das bei Erhitzung biegsam wird und eine Vielzahl unterschiedlicher Formen annehmen kann. Beim Abkühlen wird es hart. Der Wechsel zwischen Erhitzen und Abkühlen kann normalerweise wiederholt werden, was Formung und Recycling des Materials erleichtert.



0180 1000 797
Bitte kontaktieren Sie für Terminanfragen direkt einen First Stop-Händler in Ihrer Nähe.
Zum Händlerfinder
